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Focelac+

Das Projekt Focelac+ (Fomento de una cultura de evaluación y de aprendizaje en América Latina con proyección global = Strengthening a Culture of Evaluation and Learning in Latin America with a Global Outlook) verfolgt das Ziel, dass Evaluierungen in ausgewählten Ländern (insbesondere in Lateinamerika) verstärkt zu Rechenschaftslegung, Transparenz und Lernen beitragen. Somit stärkt das Projekt eine gute Regierungsführung, die auch Voraussetzung für die Erfüllung der Agenda 2030 ist.

Partnerorganisation für die Projektdurchführung ist das costa-ricanische Planungsministerium Mideplan. Durch die langjährige Beratung und den Kapazitätsaufbau ihrer Evaluierungseinheit im Rahmen der Vorgängerprojekte Foceval und Focelac, kann Mideplan die Rolle als Multiplikator für die Stärkung nationaler Evaluierungskapazitäten in der Region einnehmen.

Für die Projektumsetzung wird – entsprechend dem systemischen Ansatz des Projektes - das Evaluierungssystem als Ganzes betrachtet: Es werden Kapazitäten öffentlicher, privater und zivilgesellschaftlicher Akteure auf individueller und institutioneller Ebene gefördert und ein evaluierungsförderliches Umfeld geschaffen. Dabei werden nicht nur die Kompetenzen der diversen am Evaluierungssystem beteiligten Akteure gefördert, sondern auch deren Vernetzung untereinander.

Um einen systemischen Wandel zu fördern, arbeitet Focelac+ mit unterschiedlichen internationalen ECD-Akteuren zusammen, die unter anderem in der Globalen Evaluierungsinitiative (GEI) zusammenkommen. Die Zusammenarbeit mit GEI bietet die Möglichkeit, eine globale ECD-Plattform zu schaffen, um gemeinsam Evaluierungskapazitäten in Partnerländern zu stärken. Focelac+ hat den Fokus weiterhin auf Lateinamerika, wird aber gemeinsam mit GEI-Partnern auch darüber hinaus aktiv sein.

Arbeitslinien des Projektes

Förderung von Evaluierungskapazitäten in öffentlichen Einrichtungen

Bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und dem Erreichen der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) kommt dem öffentlichen Sektor eine zentrale Rolle zu. In diesem Kontext obliegt es dem öffentlichen Sektor, entsprechende Institutionen und Mechanismen für das Monitoring und die Evaluierung der jeweils erzielten Fortschritte zu etablieren und ihre Funktionsweise sicherzustellen.  Das Projekt arbeitet deshalb mit den diesbezüglichen Einrichtungen des öffentlichen Sektors zusammen, um dessen Leistungsfähigkeit hinsichtlich seiner Evaluierungsfunktion bezogen auf die Erreichung der SDGs zu stärken.

Förderung von inklusiven Evaluierungsprozessen

Für die Erfüllung der Agenda 2030 und ihres Leitmotivs „leave no one behind“ ist die Zusammenarbeit und Inklusion aller Bevölkerungsgruppen eine wichtige Voraussetzung. Focelac+ stärkt inklusive Evaluierungsansätze. Dabei werden Evaluierungen mit der ergänzenden Perspektive zivilgesellschaftlicher und privater Akteure bereichert, welches die Transparenz- und Rechenschaftslegungsfunktion von Evaluierungen fördert. Das Projekt stärkt die Kapazitäten privater und zivilgesellschaftlicher Akteure bezüglich der Planung, Steuerung, Umsetzung und Nutzung von Evaluierung. Staatliche Akteure werden zu inklusiver Evaluaierung beraten und sensibilisiert. Im Sinne des Prinzips der Agenda 2030 „leave no one behind“ werden gendergerechte und inklusive Evaluierungsansätze in der Kapazitätsentwicklung von zivilgesellschaftlichen, privatwirtschaftlichen und staatlichen Akteuren hervorgehoben.  

Förderung von Kapazitäten zur Durchführung von qualitativ hochwertigen Evaluierungen in ausgewählten Ländern Lateinamerikas

Die Agenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen, sowie der durch Covid-19 stark veränderte globale Kontext, stellen neue Anforderungen an Evaluierungen. Entsprechend besteht ein großer Bedarf, die Evaluierungskapazitäten bei Evaluierungsfachkräften – inklusive Nachwuchsevaluierenden - auszubauen. Neben der Aus- und Fortbildung von Evaluierenden konzentriert sich Focelac+ auf die Vernetzung von Evaluierungsfachkräften und auf die Gewinnung von praktischen Evaluierungskenntnissen, sowie die Erarbeitung und Verbreitung diverser Wissensprodukte.

Förderung eines verstärkten Austausches von unterschiedlichen Akteuren im Bereich Evaluierung

Als Beitrag zu SDG 17 im Evaluierungsbereich und für die Schaffung eines förderlichen gesellschaftlichen Umfelds werden relevante Evaluierungsakteure miteinander vernetzt und ihr Austausch untereinander sowie ihre Zusammenarbeit gefördert. Das Projekt setzt dabei auf die bewährte Methode der Multi-Akteurs-Plattform, die sich im Rahmen der Projekte Foceval und Focelac in Costa Rica als nationale Evaluierungsplattform etabliert hat. Sie soll auch in der Zusammenarbeit mit GEI verstärkt für Identifikation, Absprachen und Koordination für gemeinsame wissenschaftliche Aktivitäten mit dem Projektfeld genutzt werden. Eine eigene regionale Evaluierungsplattform nutzt Focelac+ für die erweiterte Projektplanung und -steuerung.

Kontakt

Portrait von Sarah Desiree Klier
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Sarah Desiree Klier

Fachliche Leiterin

Telefon: +49 (0)228 336907-943

E-Mail: sarah.klier@DEval.org

Portrait Sven Harten
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Dr. Sven Harten

Leiter Kompetenzzentrum Methoden / Stellvertretender Direktor

Telefon: +49 (0)228 336907-950

E-Mail: sven.harten@DEval.org

Publikationen zum Thema ECD

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