Covid-19
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Wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit als Reaktion auf die Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen beeinträchtigen nach wie vor die globalen Nahrungsmittelsysteme und bedrohen die Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Schätzungen zufolge hat sich die Zahl der Menschen, die akut von Ernährungsunsicherheit bedroht sind, zwischen 2019 und 2020 fast verdoppelt. Geschlossene Grenzen und Ausgangssperren gefährden den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Nahrungsmittelkulturen, schränken den Transport zu den Märkten ein, vernichten Einkommen und beeinträchtigen vor allem die Nahrungsmittelversorgung und den Einzelhandel.

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Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen beeinträchtigen nach wie vor die globalen Nahrungsmittelsysteme und bedrohen die Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit, insbesondere in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) (UN, 2020). Schätzungen zufolge hat sich die Zahl der Menschen, die akut von Ernährungsunsicherheit bedroht sind, zwischen 2019 und 2020 fast verdoppelt (WFP, 2020a). Außerdem gehen Expertinnen und Experten davon aus, dass Unterernährung und Auszehrung bei Kindern drastisch zugenommen haben (Headey & Ruel, 2020).

Geschlossene Grenzen und Ausgangssperren gefährden den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Nahrungsmittelkulturen, schränken den Transport zu den Märkten ein, vernichten Einkommen und beeinträchtigen vor allem die Nahrungsmittelversorgung und den Einzelhandel (Swinnen & McDermott, 2020). Dadurch werden vor allem verderbliche Nahrungsmittel verknappt, und zwar insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen sowie die Stadtbevölkerung. Im Zusammenspiel mit sinkenden Einkommen dürften steigende Nahrungsmittelpreise zu einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten führen. So ist damit zu rechnen, dass viele Menschen verstärkt auf preiswerte, weniger nahrhafte und stark verarbeitete Lebensmittel setzen werden, wodurch das Risiko einer Mangelernährung steigt (Pries et al., 2019). In vielen Weltregionen hat die Corona-Pandemie eine bereits bestehende Nahrungsmittelkrise noch verschärft.

Gegenmaßnahmen

Sofern ein landwirtschaftlicher Betrieb über ausreichend Arbeitskraft verfügt, kann eine Subventionierung von Düngemitteln, verbessertem Saatgut, Pflanzenschutzmitteln, Kraftstoffen, Maschinen und anderen Betriebsmitteln dazu führen, dass mehr Nahrungsmittel erzeugt werden. Da sich jedoch der Ausfall von Arbeitskräften zu einem wiederkehrenden Problem entwickeln könnte, werden gegebenenfalls zusätzliche Eingriffe nötig, die das Arbeitsangebot sichern, wie beispielsweise „grüne Korridore“ für Arbeitsmigrantinnen und -migranten (Europäische Kommission, 2020) oder langfristig eine verstärkte Mechanisierung (Swinnen & McDermott, 2020).

Wenn Arbeitskräfte fehlen, Märkte geschlossen werden und die nachgelagerte Verarbeitung sowie Lieferketten beeinträchtigt werden, besteht die Gefahr, dass ganze Ernten verderben, bevor sie die Verbraucher*innen erreichen. Maßnahmen, die nach der Ernte sowie bei der Lagerung und Verarbeitung greifen, können dazu beitragen, diese Verluste sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zu verringern. So lässt sich die Haltbarkeit von frischem Obst und Gemüse durch geschlossene Kühlketten deutlich erhöhen (Kumar et al., 2004). Wie kürzlich in Uganda nachgewiesen wurde, können mithilfe dieser Technologien auch Milchprodukte über große Entfernungen ohne Qualitätseinbußen geliefert werden (Trotter & Mugisha, 2020).

Die bereits bestehenden Herausforderungen in der Nahrungsmittelversorgung werden durch die Corona-Pandemie weiter verschärft. Investitionen in die Transportinfrastruktur sowie in Stromversorgung, Bewässerung und Lagerhaltung sind notwendig, um die Nahrungsmittelerzeugung und -verteilung am Laufen zu halten. Zur Gewährleistung der Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit von (einkommensschwachen) Verbraucherinnen und Verbrauchern müssen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) finanziell und technisch unterstützt werden, und zwar nicht zuletzt, damit sie die Möglichkeiten des E-Commerce für sich nutzen können (FAO, 2020a).

Angesichts der verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die (informellen) Arbeitsmärkte (ILO, 2020) müssen die sozialen Sicherungsnetze und Transferleistungen durch innovative Instrumente ausgeweitet und verbessert werden. In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, Schulspeisungsprogramme, die pandemiebedingt ausgesetzt wurden, durch Essenspakete für Zuhause oder Geldtransfers zu ersetzen und Programme zur Nahrungsmittelanreicherung aufzulegen bzw. fortzuführen (Fore et al., 2020; WFP, 2020b). Darüber hinaus bieten Maßnahmen wie das Anlegen von Hausgärten und eine urbane Landwirtschaft langfristig die Chance, die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln in solchen Städten zu verbessern, die besonders von Engpässen in den Lieferketten von Nahrungsmitteln betroffen sind (Lal, 2020; Pulighe & Lupia, 2020).

Auswirkungen auf die Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit

Die Produktivität, die Erträge und das Einkommen von Bäuerinnen und Bauern können sowohl durch Informationskampagnen als auch durch die Subventionierung von Betriebsmitteln gesteigert werden (Takahashi, Muraoka und Otsuka, 2019; Hemming et al., 2018). Dies kann bewirken, dass letztlich mehr Nahrungsmittel zur Überbrückung von pandemiebedingten Versorgungsengpässen zur Verfügung stehen. Allerdings ist die Evidenz für direkte positive Effekte auf die Nahrungsmittel- und Ernährungssicherheit gemischt (Pace et al. 2018; Harou, 2018; Walls et al., 2018). So wurde in Malawi gezeigt, dass ärmere Haushalte überproportional von Betriebsmittelsubventionen und anderen Sozialtransfers profitieren (Pace et al. 2018). Langfristig sind Betriebsmittelsubventionen jedoch nur effektiv, wenn eine Verdrängung der privaten Nachfrage durch eine staatlich induzierte Nachfrage verhindert wird (Jayne et al., 2018).

Ernährungssensible Eingriffe in die Landwirtschaft können verschiedene ernährungsbezogene Outcomes bei Müttern und Kindern verbessern. Beispielsweise führen Maßnahmen zur Aufklärung der Bevölkerung über die Bedeutung von nährstoffreichen Lebensmitteln und die Bereitstellung von biofortifiziertem Saatgut (Ogutu et al., 2020) zu einem erhöhten Verzehr bzw. Anbau dieser Nahrungsmittel und verbessern damit den allgemeinen Ernährungszustand. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch das Anlegen von Hausgärten die Verfügbarkeit von nahrhaften Lebensmitteln und die Ernährungsvielfalt positiv beeinflusst, was in geringerem Umfang auch für die urbane Landwirtschaft allgemein gilt (Galhena et al., 2013; Poulsen et al., 2015).

Bei einer nicht besonders vielfältigen Produktion ist der Marktzugang entscheidend, um die Ernährungsvielfalt zu erhöhen (Ruel et al., 2018). Investitionen in die Infrastruktur können dazu beitragen, die Lieferketten zu stärken, die Transportkosten zu senken und den Marktzugang zu verbessern, so dass die Verfügbarkeit von und der Zugang zu Nahrungsmitteln gesichert ist. Laut einer umfassenden Studie gibt es Hinweise darauf, dass die Armut mithilfe von Infrastrukturinvestitionen effektiver bekämpft werden kann als durch die Subventionierung von Betriebsmitteln (Jayne et al., 2018).

Eine breit angelegte Literaturstudie ergab, dass durch verbesserte Technologien zur Handhabung, Lagerung und Verarbeitung von Agrarerzeugnissen nach der Ernte die Nahrungsmittelverluste verringert und die Ernährungssicherheit gestärkt werden können, weil dank dieser Technologien eine größere Menge an Lebensmitteln dauerhaft zur Verfügung steht (Kumar & Kalita, 2017).

Schulmahlzeiten zum Mitnehmen oder Nahrungsmitteltransfers können dazu beitragen, die Verfügbarkeit von und den Zugang zu Nahrungsmitteln für Schulkinder und ihre Familien zu verbessern (Ruel et al., 2013). So konnte gezeigt werden, dass Nahrungsmitteltransfers die Kalorienaufnahme der Empfängerhaushalte erhöhen. Geldtransfers erhöhen ebenfalls die Kalorienzufuhr und bis zu einem gewissen Grad auch die Ernährungsvielfalt (Durao et al., 2020; Gentilini, 2016; Hidrobo et al., 2018) – zum einen direkt, weil dadurch der Zugang zu Nahrungsmitteln verbessert wird, und zum anderen indirekt, weil die Begünstigten bessere Ernährungsentscheidungen treffen (Burchi et al., 2018). Auf lange Sicht sind Geldtransfers und Gutscheine effizienter (Gentilini, 2016).

Weitere wissenschaftliche Erkenntnisse

Obwohl es für eine Folgenabschätzung zu konkreten Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie noch zu früh ist, liegen bereits zahlreiche Studienergebnisse vor, die für die vorgeschlagenen Maßnahmen sprechen und damit eine Grundlage für politische Entscheidungen liefern. Nichtsdestotrotz bedarf es noch eindeutigerer Belege, um besser beurteilen zu können, welche Rolle die Mechanisierung sowie verschiedene Verarbeitungs- und Lagerungsmaßnahmen spielen. Da die Corona-Pandemie die einzelnen Nahrungsmittellieferketten, Länder und sogar Landesteile unterschiedlich stark beeinträchtigt (Dev, 2020), werden in ausreichendem Umfang subnationale und zielgruppendisaggregierte Echtzeitdaten zu verschiedenen Aspekten der Nahrungsmittelsysteme benötigt.

Literatur

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Autor*innen

Hanna Freudenreich

Leibniz Institute of Vegetable and Ornamental Crops (IGZ)

Kathrin M. Demmler

Global Alliance for Improved Nutrition (GAIN)

Andrea Fongar

Agricultural Economist & Nutrition Scientist

Lisa Jäckering

International Fund for Agricultural Development (IFAD)

Katrin Rudolf

University of Goettingen

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