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Rigorose Wirkungsevaluierung

Die Wirkungen von Entwicklungszusammenarbeit zweifelsfrei nachzuweisen, ist eine große Herausforderung. Rigorose Wirkungsevaluierungen stellen sich dieser Herausforderung, werden jedoch bisher in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit nur sporadisch und wenig systematisch genutzt.

Mit diesem Forschungsprojekt soll der aktuelle Stand der rigorosen Wirkungsevaluierung in Deutschland erfasst und bestehende Barrieren identifiziert werden. Das Ziel des Projekts ist, die Umsetzung von rigorosen Wirkungsevaluierungen sowie den systematischen Einsatz von rigoroser Evidenz in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen.

Forschungsfragen

1. Wie ist der aktuelle Stand der rigorosen Wirkungsevaluierung in Deutschland?

Wie viele rigorose Wirkungsevaluierungen wurden in den letzten zehn Jahren in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt? In welchen Sektoren wurden diese in erster Linie durchgeführt? Welche rigorosen Methoden wurden am häufigsten angewendet? Inwieweit wurde rigorose Evidenz zur Projekt- und Programmgestaltung, sowie bei der politischen Entscheidungsfindung herangezogen?

2. Welche Hindernisse bestehen für die Umsetzung und die systematische Nutzung von Resultaten rigoroser Wirkungsevaluierungen?

Was motiviert und was hindert unterschiedliche Akteure rigorose Wirkungsevaluierungen durchzuführen und bereits existierende rigorose Evidenz systematisch zu nutzen? Wie werden die neu gewonnenen Erkenntnisse für weitere Durchführungen und politische Entscheidungsfindung genutzt? In welcher Weise wird die vorhandene und neu generierte Evidenz an die revelanten Akteure vermittelt? Unterscheidet sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in dieser Hinsicht von anderen Ländern?

3. Was kann die deutsche Entwicklungszusammenarbeit von anderen Ländern lernen, um rigorose Wirkungsevaluierung zu fördern?

Welche förderlichen und hemmenden Faktoren für die Durchführung und Nutzung von Resultaten von rigoroser Wirkungsevaluierung haben andere Länder bereits identifiziert? Inwiefern können diese auf Deutschland angewendet werden?

Erklärvideo: Was ist rigorose Wirkungsevaluierung?

© DEval

Methoden

Quantitative Erhebung des aktuellen Standes rigoroser Wirkungsevaluierung innerhalb der staatlichen und zivilgesellschaftlichen deutschen Entwicklungszusammenarbeit;

Interviews mit deutschen Expertinnen und Experten sowie relevanten Akteuren, um bestehende Barrieren und förderliche Faktoren zu identifizieren;

Interviews und Workshops mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten, um aus den Erfahrungen in der Entwicklungspolitik und anderen Politikbereichen in Deutschland, aber auch aus internationalen Erfahrungen in der Durchführung und systematischen Nutzung von Resultaten rigoroser Wirkungsevaluierung zu lernen.

Unterstützung der relevanten Akteure

Neben der Erhebung von Barrieren und förderlichen Faktoren für rigorose Wirkungsevaluierung, bieten wir relevanten Akteuren praktische Unterstützung. Dies geschieht in Form von Beratung bei laufenden rigorosen Wirkungsevaluierungen sowie durch den Aufbau eines Netzwerks von Expertinnen, Experten und relevanten Akteuren. Dadurch soll ein kontinuierlicher Dialog über die Entwicklungen auf dem Gebiet der rigorosen Wirkungsevaluierungen gefördert werden.

Registrierung rigoroser Wirkungsevaluierungen (RIE)

Als Teil dieses Projekts soll der aktuelle Stand der rigorosen Wirkungsevaluierung in Deutschland erfasst werden. Hierfür werden RIE-Verantwortliche darum gebeten, unseren Fragebogen mit Infos zu bereits durchgeführten oder zumindest bewilligten rigorosen Wirkungsevaluierungen auszufüllen. Die Daten werden anonym behandelt und dienen dazu einen Überblick über die Erfahrungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit RIE zu generieren.

Bitte füllen Sie den folgenden Fragebogen aus, sofern Sie eine rigorose Wirkungsevaluierung („rigorous impact evaluation“, RIE) durchgeführt haben oder durchführen werden. Dies betrifft explizit solche RIE, die 1) vom BMZ direkt oder indirekt (teil-)finanziert wurden und, die 2) nach 2013 durchgeführt wurden oder zwar noch nicht durchgeführt, aber bereits bewilligt wurden.

 

Team

Kontakt

Portrait Marion Krämer
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Dr. Marion Krämer

Evaluatorin - Teamleitung

Telefon: +49 (0)228 336907-947

E-Mail: marion.kraemer@DEval.org

Portrait Martin Bruder
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Dr. Martin Bruder

Abteilungsleitung: Zivilgesellschaft, Menschenrechte

Telefon: +49 (0)228 336907-970

E-Mail: martin.bruder@DEval.org

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