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Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit

weltwärts-Rückkehrerinnen und -Rückkehrer und ihr Engagement in Deutschland

Seit der Gründung des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts im Jahr 2008 sind bereits mehr als 20 000 junge Erwachsene in Partnerorganisationen des Globalen Südens vermittelt worden. Das „Gemeinschaftswerk“ weltwärts wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verantwortet und finanziert und wird gemeinsam von knapp 200 zivilgesellschaftlichen Entsendeorganisationen und Engagement Global durchgeführt. weltwärts zielt darauf ab, jungen Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, durch ihren Auslandsaufenthalt nicht nur Entwicklungsprojekte in Partnerländern zu unterstützen, sondern sich vor allem auch persönlich weiterzuentwickeln. Indem weltwärts-Freiwillige sich nach ihrer Rückkehr in Deutschland engagieren, sollen sie außerdem einen Beitrag zur entwicklungspolitischen Bildung in der deutschen Gesellschaft leisten.

Ziel der Evaluierung & Methoden

Im Mittelpunkt der DEval-Evaluierung steht die Rolle von zurückgekehrten Freiwilligen in Deutschland. Ziel der Evaluierung ist es, die Wirksamkeit von weltwärts in Deutschland zu untersuchen. Im Fokus stehen dabei unter anderem individuelle Lernerfahrungen und Veränderungen von Freiwilligen durch die Teilnahme an weltwärts sowie ihre Wirksamkeit in die deutsche Gesellschaft hinein.

Um die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Wirkungen zu untersuchen, wird ein Mixed-Methods-Design angewandt. Hierbei werden quantitative und qualitative Methoden miteinander kombiniert, um Ergebnisse unterschiedlicher Methoden und Datenquellen zu triangulieren. Im Kern der Methodik steht eine auf Querschnittsbefragungen basierende quasi-experimentelle Anordnung. Dazu werden Onlinebefragungen von allen bisher zurückgekehrten und aktuell ausreisenden Freiwilligen sowie einer Vergleichsgruppe aus möglichst ähnlichen Personen der Allgemeinbevölkerung durchgeführt. Im Bereich der qualitativen Datenerhebungen ermöglichen beispielsweise Gruppendiskussionen mit zurückgekehrten Freiwilligen ein vertiefendes Verständnis von Einflussfaktoren für individuelle Veränderungen und ihrer Wahrnehmung der Grenzen und Möglichkeiten ihres Engagements. Wirkungen im Umfeld von zurückgekehrten Freiwilligen werden unter anderem durch eine internetbasierte Befragung von Freunden und Familien von Freiwilligen untersucht. Zusätzlich werden die im Rahmen von weltwärts aktiven zivilgesellschaftlichen Entsendeorganisationen zu ihrer Rolle in der Durchführung des Programms und ihrer Perspektive auf weltwärts befragt.

Zeitplan der Evaluierung

• Januar 2016: Beginn der Evaluierung

• Februar bis Mai 2016: Erstellung des Evaluierungskonzepts

• Juni bis September 2016: Erhebung der Daten

• Oktober bis Dezember 2016: Analyse der Daten

• Ab Februar 2017: Diskussion der Ergebnisse und Berichterstellung

• 4. Quartal 2017: Veröffentlichung des Evaluierungsberichts

Die Evaluierung wird durch eine Referenzgruppe begleitet, an der zentrale Stakeholder beteiligt sind. Unter anderem nehmen Vertreterinnen und Vertreter der Freiwilligen, der Entsendeorganisationen, von Engagement Global sowie dem BMZ daran teil.

 

Stand: Juni 2017