Instrumente und Strukturen der EZ Westbalkan Laufend

Länderportfolioevaluierung Serbien

In der Länderportfolioevaluierung (LPE) Serbien untersucht das DEval das BMZ-Länderportfolio, das die staatlichen Durchführungsorganisationen von 2020 bis 2026 über Programme und Projekte umgesetzt haben.

LPEs analysieren und bewerten die Relevanz und Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) auf der Länderebene. Zudem untersuchen sie die Steuerung des Länderportfolios durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Im Rahmen der EZ mit Serbien unterstützt das BMZ das Land vor allem beim EU-Beitrittsprozess und hier insbesondere bei der Klimapolitik. Das BMZ arbeitete in Serbien im Untersuchungszeitraum in zwei Themenbereichen: „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung“ und „Klima und Energie, Just Transition“. Zusätzlich förderte das BMZ weitere Projekte im sogenannten Gestaltungsspielraum, zum Beispiel im Bereich „Gute Regierungsführung“. Neben den bilateralen waren regionale Projekte von besonderer Bedeutung. Denn sie betreffen über Serbien hinaus auch weitere Länder des Westbalkans. Das BMZ finanzierte das Länderportfolio überwiegend in Form von Darlehen.

Hintergrund

Serbien ist im Vergleich zu anderen Ländern des Westbalkans wirtschaftlich leistungsfähiger und eng mit Deutschland verflochten. Gleichzeitig arbeitet die EZ in Serbien unter schwierigen Rahmenbedingungen. Das Land benötigt umfassende Investitionen, um seinen Energiesektor und seine öffentliche Infrastruktur sozial gerecht und ökologisch nachhaltig zu gestalten. Die politischen Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo, Defizite bei der Rechtsstaatlichkeit sowie soziale und wirtschaftliche Herausforderungen überschatten die Transformation zu einer marktwirtschaftlichen Demokratie.

Ziele

Die LPE untersucht die Relevanz und Wirksamkeit der BMZ-finanzierten und -gesteuerten EZ in Serbien im Zeitraum zwischen 2020 und 2026. Diese Evidenzbasis soll die Transparenz und Rechenschaftslegung der deutschen EZ stärken. Zudem soll sie dem BMZ eine strategische Planung und Steuerung seines Länderportfolios in Serbien sowie strategisches Lernen ermöglichen. Der EU-Beitrittsprozess des Landes sowie die regionale Klimapartnerschaft bieten über Serbien hinaus auch Lernpotenziale für die Zusammenarbeit mit anderen Ländern des Westbalkans.

Methoden

Die LPE Serbien kombiniert theoriebildende und -prüfende Methoden, um das BMZ-Länderportfolio entlang der Evaluierungskriterien des OECD Development Assistance Committee zu bewerten.

Ausgangspunkt der Wirksamkeitsbewertung (Effektivität, Impact, Nachhaltigkeit) bildet eine rekonstruierte Theorie des Wandels. Sie zeigt auf, wie das BMZ-Engagement zu den angestrebten Wirkungen führen soll. Die LPE wertet bestehende Evidenz zu der deutschen EZ mit Serbien systematisch aus und analysiert Strategie- und Umsetzungsdokumente. Zudem werden narrative Interviews mit Vertreter*innen serbischer und deutscher Institutionen geführt. Auf Grundlage dieser Untersuchungen identifiziert die LPE Wirkungsannahmen. Die so identifizierten Annahmen prüft die LPE durch vertiefte Analysen einzelner Aktionsfelder. Hierfür nutzt sie zusätzlich semi-strukturierte Interviews mit verschiedenen Akteuren und Dokumenten- und Trendanalysen.

Die strategische Steuerung (Relevanz, Kohärenz, Effizienz) des BMZ untersucht die LPE über systematische Kontext-, Geber- und Portfolioanalysen.

Kontakt

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Kirsten Vorwerk

Senior-Evaluatorin - Teamleitung

Telefon: +49 (0)228 336907-971

E-Mail: kirsten.vorwerk@DEval.org

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Miriam Nikitka

Evaluatorin

Telefon: +49 (0)228 336907-984

E-Mail: miriam.nikitka@DEval.org

Portrait von Dr. Kerstin Guffler
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Dr. Kerstin Guffler

Abteilungsleiterin: Strukturen und Prozesse bilateraler Zusammenarbeit

Telefon: +49 (0)228 336907-978

E-Mail: kerstin.guffler@DEval.org

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