Instrumente und Strukturen der EZ Malawi Laufend

Länderportfolioevaluierung Malawi

In der Länderportfolioevaluierung (LPE) Malawi untersucht das DEval das BMZ-Länderportfolio, das von 2016 bis 2025 durch die staatlichen Durchführungsorganisationen über Programme und Projekte umgesetzt wurde.

LPEs analysieren und bewerten die Relevanz und Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) auf der Länderebene. Zudem untersuchen sie die Steuerung des Länderportfolios durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

In Malawi arbeitete das BMZ im Untersuchungszeitraum in drei Themenbereichen: „Gesundheit, Soziale Sicherung und Bevölkerungsdynamik“, „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung“ und „Leben ohne Hunger – Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme“. Zusätzlich unterstützte das BMZ weitere Projekte im sogenannten Gestaltungsspielraum oder Regional- und Globalvorhaben, zum Beispiel um Themen zu pilotieren. Hierzu gehörten insbesondere Projekte zur Unterstützung des öffentlichen Finanzmanagements und im Bereich Grundbildung.

Finanziert wurde das BMZ-Länderportfolio in Malawi überwiegend über die Haushaltstitel der bilateralen technischen und finanziellen Zusammenarbeit und der Sonderinitiativen.

 

Hintergrund

Malawi zeichnet sich durch weitgehend gefestigte demokratische Strukturen und Bürgerrechte aus. Gleichzeitig zählt es zu den ärmsten Ländern (Least Developed Countries, LDCs) weltweit und ist durch eine stagnierende wirtschaftliche und soziale Entwicklung und eine enorme Staatsverschuldung geprägt. Vor diesem Hintergrund unterstützt das BMZ die malawische Regierung bei der Bekämpfung von Armut und der Weiterführung des demokratischen Reformkurses.

Ziele

Die LPE erfasst relevante Informationen über die Relevanz und Wirksamkeit der BMZ-finanzierten und -gesteuerten EZ in Malawi zwischen 2016 und 2025. Diese Evidenzbasis soll die Transparenz und Rechenschaftslegung der deutschen EZ stärken. Zudem soll sie dem BMZ Informationen für die strategische Planung und Steuerung seines Länderportfolios in Malawi liefern und zum strategischen Lernen beitragen.

Methoden

Der theoriebasierte Ansatz der LPE Malawi kombiniert theoriebildende und -prüfende Methoden zur Bewertung des BMZ-Länderportfolios entlang der Evaluierungskriterien des OECD Development Assistance Committee. Die strategische Steuerung (Relevanz, Kohärenz, Effizienz) des BMZ wird über systematische Kontext-, Geber- und Portfolioanalysen untersucht. Ergänzend werden strategische Dokumente ausgewertet und semi-strukturierte Interviews mit relevanten Akteuren geführt.

Ausgangspunkt der Wirksamkeitsbewertung (Effektivität, Impact, Nachhaltigkeit) bildet eine rekonstruierte Theorie des Wandels, die aufzeigt, wie das BMZ-Engagement zu den angestrebten Wirkungen führen soll. Mittels der Most-Significant-Change Methode werden narrative Interviews mit Vertreter*innen malawischer und deutscher Institutionen geführt, um Wirkungsannahmen zu identifizieren. Die Prüfung der Annahmen erfolgt durch vertiefte Analysen einzelner Aktionsfelder. Hierfür werden zusätzlich semi-strukturierte Interviews mit verschiedenen Akteuren und Dokumenten- und Trendanalysen genutzt.

Kontakt

Portrait von Kirsten Vorwerk
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Kirsten Vorwerk

Senior-Evaluatorin - Teamleitung

Telefon: +49 (0)228 336907-971

E-Mail: kirsten.vorwerk@DEval.org

Portrait von Dr. Kerstin Guffler
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Dr. Kerstin Guffler

Abteilungsleiterin: Strukturen und Prozesse bilateraler Zusammenarbeit

Telefon: +49 (0)228 336907-978

E-Mail: kerstin.guffler@DEval.org

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