Instrumente und Strukturen der EZ Jordanien Laufend

Länderportfolioevaluierung Jordanien

In der Länderportfolioevaluierung (LPE) Jordanien untersucht das DEval das BMZ-Länderportfolio, das von 2019 bis 2025 durch die staatlichen Durchführungsorganisationen über Programme und Projekte umgesetzt wurde.

LPEs analysieren und bewerten die Relevanz und Wirksamkeit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) auf der Länderebene. Zudem untersuchen sie die Steuerung des Länderportfolios durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

In Jordanien arbeitete das BMZ im Untersuchungszeitraum in drei Themenbereichen: „Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen“, „Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ sowie „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung“. Zusätzlich unterstützte das BMZ weitere Projekte im sogenannten Gestaltungsspielraum oder Regional- und Globalvorhaben, zum Beispiel um Themen zu pilotieren. Im Länderportfolio Jordanien etablierte das Ministerium beispielsweise Partnerschaften zur Arbeitsmigration oder förderte geschlechtergerechte Politik im Nahen Osten und in Nordafrika.

Finanziert wurde das Länderportfolio über die Haushaltstitel der bilateralen technischen und finanziellen Zusammenarbeit, der Sonderinitiativen und der Übergangshilfe. Geografisch steuerte das BMZ EZ-Projekte und -Programme insbesondere in der jordanischen Hauptstadt Amman sowie den Gouvernoraten Irbid und Mafraq an der Grenze zu Syrien.

 

Hintergrund

Jordanien nimmt eine zentrale Rolle als Vermittler im Nahen und Mittleren Osten ein und engagiert sich, Konflikte in der Region zu deeskalieren. Gute diplomatische Beziehungen zu Nachbarländern und internationalen Akteuren, wie unter anderem Deutschland, stärken diese Vermittlerposition. Die jordanisch-deutsche Partnerschaft besteht bereits seit 1959. Gemeinsam wollen beide Länder die wirtschaftliche Entwicklung und Beschäftigung fördern, Perspektiven für Geflüchtete schaffen und den Wasser- und Abwassersektor an die Folgen des Klimawandels anpassen.

Ziele

Die LPE erfasst relevante Informationen über die Relevanz und Wirksamkeit der BMZ-finanzierten und -gesteuerten EZ in Jordanien zwischen 2019 und 2025. Diese Evidenzbasis soll die Transparenz und Rechenschaftslegung der deutschen EZ stärken. Zudem soll sie dem BMZ Informationen für die strategische Planung und Steuerung seines Länderportfolios in Jordanien liefern und zum strategischen Lernen beitragen.

Methoden

Der theoriebasierte Ansatz der LPE Jordanien kombiniert theoriebildende und -prüfende Methoden zur Bewertung des BMZ-Länderportfolios entlang der Evaluierungskriterien des OECD Development Assistance Committee. Die strategische Steuerung (Relevanz, Kohärenz, Effizienz) des BMZ wird über systematische Kontext-, Geber- und Portfolioanalysen untersucht. Ergänzend werden strategische Dokumente ausgewertet und semi-strukturierte Interviews mit relevanten Akteuren geführt.

Ausgangspunkt der Wirksamkeitsbewertung (Effektivität, Impact, Nachhaltigkeit) bildet eine rekonstruierte Theorie des Wandels, die aufzeigt, wie das BMZ-Engagement zu den angestrebten Wirkungen führen soll. Mittels der Most-Significant-Change Methode werden narrative Interviews mit Vertreter*innen jordanischer und deutscher Institutionen geführt, um Wirkungsannahmen zu identifizieren. Die Prüfung der Annahmen erfolgt durch vertiefte Analysen einzelner Aktionsfelder. Hierfür werden zusätzlich semi-strukturierte Interviews mit verschiedenen Akteuren und Dokumenten- und Trendanalysen genutzt.

Kontakt

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Christoph Hartmann

Senior-Evaluator - Teamleitung

Telefon: +49 (0)228 336907-953

E-Mail: christoph.hartmann@DEval.org

Portrait von Dr. Kerstin Guffler
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Dr. Kerstin Guffler

Abteilungsleiterin: Strukturen und Prozesse bilateraler Zusammenarbeit

Telefon: +49 (0)228 336907-978

E-Mail: kerstin.guffler@DEval.org

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