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Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit

Meta-Evaluierung und Evaluierungssynthese von Nachhaltigkeit in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ)

Mit der Einführung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung durch die Vereinten Nationen im Jahr 2015 wurde Nachhaltigkeit zum Leitprinzip ganzheitlicher menschlicher Entwicklung. 17 globale Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) bilden den Maßstab nachhaltiger Erfolge in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie.

Die Verabschiedung der Agenda 2030 stellt auch die deutsche EZ vor neue Herausforderungen. Um einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 zu leisten, muss die deutsche EZ ihren Fokus stärker auf die Nachhaltigkeit ihrer Vorhaben legen. Dies bedarf unter anderem einer an die neuen Rahmenbedingungen angepassten Bewertungspraxis von Nachhaltigkeit. Dieser aktuellen Situation steht ein uneinheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit in der Evaluierungspraxis der deutschen EZ, welches systematisches Lernen erschwert. Die Agenda 2030 bietet daher Anlass, die Evaluierungspraxis und Einflussfaktoren bezüglich der Nachhaltigkeit von Vorhaben der deutschen staatlichen EZ systematisch und organisationsübergreifend zu betrachten.

Ziele der Evaluierung

Ziel der Evaluierung ist die Erfassung des Status quo der Evaluierungs- und Bewertungspraxis von Nachhaltigkeit in Evaluierungen der KfW Entwicklungsbank (KfW) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Darüber hinaus werden die Einflussfaktoren auf die Nachhaltigkeit von Vorhaben der deutschen EZ untersucht. Hierzu wurden über 500 Evaluierungsberichte von KfW und GIZ ausgewertet. Die methodische Qualität der Berichte, sowie die heutige Evaluierungspraxis von Nachhaltigkeit werden im Rahmen einer Meta-Evaluierung durch eine quantitative Inhaltsanalyse erfasst. Der Einfluss von Länder- und Vorhaben-spezifischen Faktoren auf die Nachhaltigkeit von Entwicklungsmaßnahmen wird mittels verschiedener inferenzstatistischer Analyseverfahren im Rahmen einer Evaluierungssynthese bestimmt.

Auf Basis der gewonnenen Ergebnisse werden Empfehlungen entwickelt, wie sich die Evaluierungspraxis zur Beurteilung von Nachhaltigkeit deutscher EZ-Vorhaben zukünftig verbessern lässt und inwiefern die deutsche EZ zukünftig den Fokus stärker auf Ihre Nachhaltigkeit legen sowie ihre Steuerung an der Agenda 2030 und den Nachhaltigen Entwicklungszielen ausrichten kann. Die Ergebnisse dienen daher einerseits zur Orientierung in der Planung und Durchführung qualitativ hochwertiger Evaluierungen durch KfW und GIZ, und identifizieren andererseits Erfolgsfaktoren der Nachhaltigkeit von Vorhaben, und vermitteln so relevantes Steuerungswissen in Bezug auf eine Nachhaltigkeitsorientierung der deutschen EZ.

Die Evaluierung ist eingebettet in den mehrjährigen DEval-Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit in der EZ.

Fahrplan

Die Festlegung des Evaluierungsgegenstandes, der Evaluierungsfragen sowie der methodischen Vorgehensweise erfolgte unter Abstimmung mit den Stakeholdern der Evaluierung im Herbst 2016. Die Datenerhebung wurde im März 2017 abgeschlossen. Erste Ergebnisse wurden im 2. Quartal 2017 vorgestellt. Abschließend erfolgte die Berichtslegung im Herbst 2017. Die Veröffentlichung des Evaluierungsberichtes erfolgt im Frühjahr 2018.

Stand: Dezember 2017