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Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit
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Veranstaltung

24.06.2015 - Brown Bag Lunch „Effekte von Branding in der Entwicklungszusammenarbeit“

Herzlich laden wir Sie ein zu einem Brown Bag Lunch mit einem Vortrag von Dr. Simone Dietrich (University of Essex) zum Thema „Effekte von Branding in der Entwicklungszusammenarbeit“.

Wann: 24.06.2015, 12:30 Uhr bis 14:00 Uhr

Wo: DEval, Deutsches Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit, Fritz-Schäffer-Straße 26, 53113 Bonn

Eine Registrierung ist bis spätestens Montag, den 22. Juni erforderlich, bitte schicken Sie uns dazu eine E-Mail an presse@DEval.org. Bitte bringen Sie gerne Ihr Lunchpaket zum Vortrag mit, wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Weitere Informationen zum Vortrag:

Durch die Verbreitung von Auslandslogos auf Projekten der Entwicklungszusammenarbeit versuchen Geberländer ihr Engagement im Ausland erkennbar zu machen. In den Vereinigten Staaten ist diese Praxis, das sogenannte “Branding”, durch das Logo der United States Agency of International Development im Foreign Assistance Act vom Jahr 1961 verankert. Über das Logo sollen die Vereinigten Staaten im Ausland als Unterstützer und zuverlässiger Partner wahrgenommen werden. Seit dem elften September nimmt Branding einen wichtigen Platz in der amerikanischen Sicherheitspolitik ein. Durch die Sichtbarkeit amerikanischer Hilfe sollen Terroristen demobilisiert und Menschen davon abgebracht werden sich Terrorgruppen anzuschließen. Bisher gibt es wenig systematische Forschung zu dem Thema. Mit zwei experimentellen Studien in Bangladesch und Indien haben wir diese Frage im Kontext der amerikanischen Entwicklungszusammenarbeit analysiert. Wie reagieren Bürger in Nehmerländern auf die Sichtbarkeit der USA in der Entwicklungszusammenarbeit? Steigt das Vertrauen der Bürger in das Geberland? Wie wirkt sich die Sichtbarkeit der USA auf die Einstellung der Bürger gegenüber ihren lokalen Regierungen aus? Insgesamt deuten die Ergebnisse der zwei Studien darauf hin, dass das Branding der amerikanischen Entwicklungszusammenarbeit zu einer positiveren Haltung gegenüber des Geberlandes führt und auch die Wahrnehmung der Legitimität der lokalen Regierungen stärkt.

Dr. Simone Dietrich ist ab 1. Juni 2015 Senior Lecturer in Government an der University of Essex in England. Zuvor war sie seit 2012 Assistant Professor in Political Science an der University of Missouri in USA. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der internationalen Entwicklungshilfe. Von 2002 bis 2004 war Simone Dietrich für die OSZE und die Konrad-Adenauer-Stiftung in Bosnien und Herzegowina in der Demokratieförderung tätig.

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