Seiteninhalt
Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit
Schmuckbild Pressebereich

Kurzmeldung

25.03.2019 - Was brauchen Partnerländer für eine nachhaltige Entwicklung?

Unterstützung beim Bau von Schulen, der medizinischen Versorgung, in der Landwirtschaft oder bei der Energieversorgung, - die Aktivitäten der Geber in einem Empfängerland sind in der Regel vielfältig. Zur verbesserten Steuerung dieser Aktivitäten setzen Geber vermehrt auf übergeordnete Länderstrategien. Aber tragen diese zu einer ganzheitlichen nachhaltigen Entwicklung des Partnerlandes bei, wie von der Agenda 2030 gefordert? Und wie steht es um die Effektivität oder Wirksamkeit der vielen unterschiedlichen Aktivitäten?

Die notwendige Evidenz für die Erarbeitung und Weiterentwicklung solcher Länderstrategien liefern Länderportfolioanalysen. Der Blick auf die gesamten Aktivitäten in einem Land — das Länderportfolio — soll die Fragen beantworten: was braucht das Land für eine nachhaltige Entwicklung und welche Maßnahmen sind dafür notwendig?

Das DEval hat dazu in Zusammenarbeit mit dem Evaluation Network des Entwicklungsausschusses der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD-DAC EvalNet) Ende Februar einen Workshop in Paris ausgerichtet. Der Workshop mit mehr als 60 Evaluierungsexpertinnen und -experten von ca. 35 bilateralen und multilateralen Organisationen sollte den Austausch von Erfahrungen der Geber fördern und die Teilnehmenden bei der Entwicklung und Verbesserung ihrer Analyseinstrumente unterstützen.

Der Workshop machte deutlich, dass viele Geber Länderportfolioanalysen als zentrale Instrumente für eine evidenzbasierte Portfoliosteuerung sehen. Gleichzeitig äußerten einige der Teilnehmenden offene Fragen hinsichtlich der Bewertung von Relevanz, Kohärenz oder Wirksamkeit. Während der Diskussion wurde auch Verbesserungspotenzial hinsichtlich der Geberabstimmung bei der Durchführung von Länderportfolioanalysen identifiziert.

Dementsprechend wird der DEval-Bericht zur „Entwicklung eines Instrumentariums für Länderportfolioreviews (LPR)“ einen Anstoß für die Weiterentwicklung von Analyseinstrumenten leisten. Der Bericht wird im zweiten Quartal 2019 veröffentlicht.

Zurück