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Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit
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Kurzmeldung

23.01.2019 - Mit privaten Geldern die Entwicklungsziele erreichen?

Die Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) erfordert weitaus mehr finanzielle Ressourcen als derzeit durch öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden können. Um diese Finanzierungslücke zu schließen bemühen sich öffentliche Geber zunehmend um die Mobilisierung privater Ressourcen. Magdalena Orth vom DEval präsentierte bei der der OECD in Paris erste Empfehlungen zur Evaluierung solcher Kooperationen mit der Privatwirtschaft.

Die Mischung aus öffentlichen und privaten Geldern für Entwicklungszusammenarbeit, auch als „Blended Finance“ bekannt, stellt neue Herausforderungen an die Evaluierung. Durch die Einbindung des Privatsektors steigt die Anzahl von Akteuren und somit auch die Vielfalt der Ansätze von Monitoring und Evaluierung. Orth dazu: „Um Blended Finance sinnvoll für die Erreichung der SDGs einsetzen zu können, müssen wir verstehen wie und wann sie wirkt. Dafür müssen die Qualität und Vergleichbarkeit von Blended Finance Evaluierungen erhöht werden. Bisherige Evaluierungen arbeiten zum Beispiel mit einer Vielzahl unterschiedlicher Definitionen für Blended Finance. Das erschwert einen Vergleich und damit das Lernen aus diesen Evaluierungen.“

Die Inhalte des OECD Working Papers wurden bei der Private Finance for Sustainable Development Week in Paris von Vertretern staatlicher Institutionen, Fonds und Entwicklungsbanken diskutiert. Magdalena Orth und Gunnar Gotz vom DEval haben das Paper zusammen mit weiteren internationalen Evaluierungsexperten von OECD, DIIS und IOB verfasst. Es enthält Empfehlungen an die internationale Evaluierungsgemeinschaft zur Entwicklung gemeinsamer Definitionen und Standards für Blended Finance Evaluierungen.

Das OECD Working Paper "Blended Finance Evaluation: Governance and Methodological Challenges" ist auf der OECD-Website verfügbar.