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Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit
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Kurzmeldung

12.11.2014 - Abschlussworkshop der „Ausgangserhebung zum DEval und seinem Umfeld“

Ende Oktober 2014 lud das DEval Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu einem Abschlussworkshop im Rahmen der „Ausgangserhebung zum DEval und seinem Umfeld“ in den Universitätsclub Bonn ein. Evaluierungsverantwortliche aus 27 Organisationen nahmen an der Veranstaltung teil und nutzten die Gelegenheit, die Ergebnisse der Erhebung zu diskutieren.

Mit der „Ausgangserhebung zum DEval und seinem Umfeld“ hat sich das DEval als vergleichsweise neuer Akteur in der Evaluierungslandschaft der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu Institutsbeginn das Ziel gesetzt, nicht nur Wirkungen anderer, sondern auch seiner eigenen Arbeit zu evaluieren. Gleichzeitig soll das Projekt einen tieferen Einblick in die Evaluierungspraxis größerer und kleinerer Akteure in der deutschen EZ ermöglichen.

Es kamen in der „Ausgangserhebung zum DEval und seinem Umfeld“ verschiedene Erhebungsinstrumente zum Einsatz wie z.B. eine umfassende Onlinebefragung, an der sich 34 EZ-Organisationen beteiligten, vertiefende Untersuchungen vor Ort in 17 deutschen Organisationen, die Teil der letzten Systemprüfung waren, Gespräche in zahlreichen BMZ-Referaten und mit nationalen und internationalen Experten/-innen sowie eine Metaevaluierung von Evaluierungsberichten. Die Erhebung war nur möglich durch die außerordentliche Kooperationsbereitschaft aller beteiligten Organisationen.

Die Ergebnisse zeigten zum einen, dass die generelle strategische Ausrichtung, die das DEval anstrebt, sich auf strategische Evaluierungen und auf Methodenforschung zu konzentrieren, bestätigt wird. Zum anderen wird durch die Ergebnisse deutlich, dass sich die Evaluierungspraxis in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit seit 2009 deutlich weiterentwickelt hat. Die ausgesprochenen Empfehlungen und die darin implizierten Standards trugen dazu bei, dass mehr Evaluierungseinheiten eingerichtet oder Evaluierungsverantwortliche benannt und vermehrt Evaluierungspolicies und -richtlinien eingeführt wurden. Die überwiegende Zahl der staatlichen wie der nicht-staatlichen EZ-Organisationen bezieht sich heute explizit auf die DAC-Normen sowie auf die Evaluationsstandards der DeGEval.

Nach der Präsentation der vielfältigen Ergebnisse beantwortete das DEval Fragen zur Erhebung und diskutierte und kommentierte die Ergebnisse gemeinsam mit den Evaluierungsverantwortlichen der anwesenden EZ-Organisationen. Dazu gehörte die Diskussion der Frage, inwiefern durch Evaluierungen nicht nur Lerneffekte angestrebt werden, sondern auch Kontrolle ausgeübt wird.

Die Veröffentlichung der beiden Berichte (Ausgangserhebung des Instituts einerseits und Umsetzungsmonitoring bzw. zur Evaluierungspraxis andererseits) wird Anfang des nächsten Jahres erfolgen. Beide Berichte werden auf der DEval-Webseite öffentlich zugänglich sein.

Die Interims-Geschäftsführerin des DEval bei der Begrüßung der Teilnehmer
Das Baseline-Projektteam des DEval
Die Teamleiterin Dr. Kim Lücking während ihrer Präsentation der Erhebungsergebnisse
Simon Freund und Simon Bettighofer aus dem Baseline-Team beantworten Fragen der Teilnehmer
Karin Roggenbuck vom BMZ
Eine Gruppe von Teilnehmern während der Präsentation
Teilnehmer formulieren Fragen auf einem Flipchart
Dorothee Mack von Misereor

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