Seiteninhalt
Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit
Magazin-Schmuckbild für Fachthemen

Lernen aus Evaluierungen

Handlungsorientiertes Lernen

Evaluierungen können viele Potentiale erschließen, wenn aus ihren Ergebnissen gelernt wird. Die Unterstützung des Lernens aus Evaluierungen auf verschiedenen Ebenen von den direkt Beteiligten und Betroffenen bis zur Politik im Allgemeinen sieht das DEval als eine seiner Aufgaben an. In den durchgeführten Evaluierungen werden daher alle Phasen möglichst lernorientiert gestaltet, von der Konzeption der Evaluierung bis zur Umsetzung der Evaluierungsergebnisse.

Eine partizipative Beteiligung der Stakeholder an der Evaluierung ist eine Grundlage für handlungsorientiertes Lernen. Durch die Förderung der ‚Ownerships’ wird zu einer positiven Einstellung zur Evaluierung beigetragen und damit die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung der Ergebnisse und Empfehlungen, also des Lernens aus Evaluierungen, erhöht.

Daneben spielen Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse eine tragende Rolle. Eine respektvolle, verständliche Formulierung und die Möglichkeit, konkrete Handlungen und Entscheidungen abzuleiten, sind beides Voraussetzungen für eine hohe Lernrelevanz der Evaluationsergebnisse. Die Arbeit endet aber nicht mit der Erstellung eines Berichts. Im Sinne eines systematischen Follow-Ups, in dem Umsetzungsschritte und deren Monitoring vereinbart werden, soll das nachhaltige Lernen aus Evaluierungen mit auf den Weg gebracht werden.

Um projektübergreifendes Lernen aus Evaluierung zu ermöglichen, werden vergleichbare Evaluierungskriterien, wie die Kriterien des Entwicklungshilfeausschusses der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (DAC-Kriterien) eingesetzt und die Ergebnisse auf möglichst breiter Ebene kommuniziert. Ziel der Förderung des Lernens aus Evaluierungen ist ein institutionelles Lernen und damit die Ausbildung einer ‚Lernkultur’ in Institutionen.