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Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit

Integration der Instrumente der Technischen Zusammenarbeit

Mit Wirkung vom Januar 2011 wurden auf Beschluss der Bundesregierung die GTZ, der DED und InWEnt zur GIZ fusioniert, wodurch ein einheitlicher Akteur der deutschen Technischen Zusammenarbeit (TZ) geschaffen wurde. Die GIZ bündelt die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen der drei Vorgängerorganisationen und das Repertoire der zahlreichen Instrumente der TZ unter einem Dach.

Die DEval-Evaluierung zur Integration der TZ-Instrumente im Rahmen der TZ-Fusion 2011 soll nun die Wirksamkeit des kombinierten TZ-Instrumenteneinsatzes „aus einer Hand“ ermitteln und bewerten. Der zentrale Gegenstand dieser Evaluierung ist der kombinierte Einsatz von TZ-Instrumenten vor und nach der Vorfeldreform von 2011 und die daraus folgenden Veränderungen auf verschiedenen Ebenen.

Ziele und Zweck der Evaluierung

Das Ziel der Evaluierung ist die Bewertung des Erfolges der TZ-Fusion anhand von Veränderungen der Wirksamkeit und Effizienz des kombinierten TZ-Instrumenteneinsatzes in und mit Partnerländern durch die Zusammenfassung in einer Organisation.

Die TZ-Instrumenten-Evaluierung wird daher nicht sämtliche Aspekte der Vorfeldreform von 2011 untersuchen: sie ist keine Evaluierung der TZ-Fusion.

Etwa dreieinhalb Jahre nach Inkrafttreten der Vorfeldreform bietet die Evaluierung damit eine Bestandsaufnahme, inwiefern die theoretischen Vorannahmen zum Nutzen der Fusion in Bezug auf die Integration der TZ-Instrumente zutreffend waren, d.h. inwiefern die beabsichtigten Verbesserungen eingetreten sind oder ob Anhaltspunkte für korrigierende Steuerungsmaßnahmen identifiziert werden können.

Weiterhin soll die Evaluierung dazu beitragen, die Profile der einzelnen TZ-Instrumente zu schärfen, den Planungsprozess für integrierte Vorhaben zu optimieren, und mögliche Erfolgskriterien für eine optimale Planung, Steuerung und Wirkungsorientierung der Instrumentenintegration zu identifizieren.

Forschungsfragen

Für die Untersuchung wurden vorläufige Evaluierungsfragen in zwei Kernbereichen identifiziert, die im Verlauf der Evaluierung operationalisiert und weiter ausdifferenziert werden:

1. Die veränderte Wirksamkeit von TZ-Instrumenten innerhalb von integrierten Programmen nach Zusammenfassung in einer Organisation

2. Die veränderte Gestaltungsfähigkeit des BMZ gegenüber der TZ und die Sichtbarkeit in der Außendarstellung der deutschen EZ, also das veränderte Verhältnis zwischen BMZ, anderen Gebern, Durchführungsorganisationen und Partnerorganisationen

Zeitlicher Ablauf

Die Evaluierung wird in zwei Phasen durchgeführt.

Phase I: Die Vorphase im Herbst 2014 wurde im Dezember mit der Vorlage eines Inception Reports abgeschlossen. Neben der Analyse von Programmvorschlägen der GIZ wurden dafür in drei Ländern (Indonesien, Kenia, Nepal) im Rahmen explorativer Fallstudien Interviews mit verschiedenen Stakeholdern geführt, um Arbeitshypothesen durch Perzeptionen aus dem Feld empirisch zu unterfüttern. Daraus wurden erste Einschätzungen gewonnen, inwiefern aus der Wahrnehmung von Stakeholdern (Personal deutscher und internationaler EZ-Organisationen ebenso wie Partner) bereits Veränderungen zu mehr Wirksamkeit erkennbar sind oder Schwachstellen wahrgenommen werden. Ebenso wurden erste Einschätzungen zu Veränderungen in der Außendarstellung der EZ/TZ und in der Geberkoordination generiert.

Phase II: Auf der Basis der Erkenntnisse aus der Vorphase wurde das Evaluierungsdesign für die Hauptphase erarbeitet. Das beinhaltete neben der Konkretisierung der Fragestellungen auch die Auswahl der Länder für vertiefende Erhebungen vor Ort. Eine Pilotstudie wurde im ersten Quartal 2015 in Uganda durchgeführt und ausgewertet. Auf der Basis der damit gewonnenen Erkenntnisse wurden die Zahl und Auswahl der weiteren Fallstudienländer für Validierungsstudien festgelegt (Ägypten, Bolivien, Mongolei und Südafrika) und die Erhebungsinstrumente optimiert. Zusätzlich wurden im 3. Quartal 2015 drei Online-Befragungen durchgeführt.

Mit dem Abschluss der Hauptphase (Auswertung und Analyse) und der Vorlage des Evaluierungsberichts ist Anfang 2017 zu rechnen.

Stand: Februar 2017