Seiteninhalt
Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit

Ausgangserhebung zum DEval und seinem Umfeld (abgeschlossen)

Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) nahm im Sommer 2012 seine Arbeit auf. Eines der ersten Projekte, die durchgeführt wurden, war die „Ausgangserhebung zum DEval und seinem Umfeld“, die sich mit dem Institut und den Akteuren, mit denen es intera-giert, auseinandersetzt. Das Projekt umfasste daher zwei sich ergänzende Untersuchungsbereiche:

• Der erste Teil ist eine Erhebung zur Ausgangslage des DEval und etabliert eine Baseline zu den selbstgesteckten Zielen des Instituts.

• Der zweite Teil ist eine Untersuchung des Evaluierungssystems der deutschen Entwick-lungszusammenarbeit (EZ), die ihrerseits auf einer früheren Erhebung gründet.

Ziele der Ausgangserhebung

Ziel des ersten Untersuchungsbereiches war es, dem DEval einen Referenzpunkt für seine angestrebten Ziele zu ermöglichen. Davon ausgehend sollen zu einem späteren Zeitpunkt jene Veränderungen und Wirkungen erfasst werden, die auf die Arbeit des DEval zurückzuführen sind. Darüber hinaus dienen die Ergebnisse dem Institut als Standortbestimmung und fließen in seine strategische Planung ein.

Ziel des zweiten Untersuchungsbereiches war es, ein Umsetzungsmonitoring der letzten „Sys-temprüfung“ durchzuführen: Als „Systemprüfung“ gilt hierbei die in den Jahren 2007/ 2008 von Axel Borrmann (Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut) und Reinhard Stockmann (CEval) durchgeführte Studie Evaluation in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, die im Auftrag des BMZ die Evaluierungspraxis deutscher EZ-Organisationen untersuchte und in der Handlungsempfehlungen zu deren Verbesserung ausgesprochen wurden. Das DEval wurde seinerseits vom BMZ mandatiert, die Umsetzung dieser Handlungsempfehlungen zu überprüfen. Darüber hinaus war es Ziel, den aktuellen Stand der Evaluierungspraxis zu erfassen.

Gegenstand der Ausgangserhebung

Im ersten Untersuchungsbereich waren die Handlungsfelder und damit verbundene Zielsetzungen des DEval Gegenstand der Untersuchung: Zu Projektbeginn waren zwei Bereiche des DEval – „Strategische Evaluierungen“ und „Methodenforschung“ – operativ. Ausgehend vom Gesellschaftsvertrag wurde in einem konsultativen Prozess festgelegt, welche Wirkungen das DEval in welchen Handlungsfeldern erzielen möchte. Als Ausgangssituation bzw. Vergleichszeitraum für die ermittelten langfristigen zehn Ziele gelten die Jahre 2009 bis 2012, d.h. ein Zeitraum von vier Jahren unmittelbar vor der Arbeitsaufnahme des DEval.

Im Rahmen des zweiten Untersuchungsbereichs führte DEval ein Umsetzungsmonitoring dazu durch, ob und in welchem Umfang die Umsetzung der in der „Systemprüfung“ ausgesprochenen Handlungsempfehlungen erfolgte. Die Auswertungen erfolgten aggregiert auf der Ebene von Akteursgruppen (Durchführungsorganisationen, politische Stiftungen und andere zivilgesellschaftliche Organisationen). Ergänzend folgten tiefergehende Untersuchungen zur Evaluierungspraxis verschiedener Akteure der deutschen EZ, um deren Entwicklung und aktuellen Stand zu erfassen. Dieser Einblick trägt zu einem verbesserten Verständnis des DEval-Umfeldes bei, in dem sich das neue Institut verorten muss, um Wirkungen zu erzielen.