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Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit

Anpassung an den Klimawandel

Hintergrund

Nachhaltige Entwicklung und der Klimawandel sind eng miteinander verflochten. Auf der einen Seite beeinflussen die Folgen des Klimawandels sozioökonomische und ökologische Entwicklungen. Andererseits kann nachhaltige Entwicklung die Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimafolgen verbessern.

Die Bundesrepublik Deutschland kooperiert mit Partnerländern zur Anpassung an den Klimawandel und unterstützt die Umsetzung relevanter internationaler Vereinbarungen wie dem Pariser Abkommen unter der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC), der VN-Agenda 2030 und dem Sendai-Rahmen für Katastrophenvorsorge 2015 – 2030 (UNISDR).

Anpassung an den Klimawandel erfordert vielfältige und kontextspezifische Maßnahmen. Deutschland unterstützt einen umfassenden Umgang mit Klimarisiken. Dies impliziert Minderungen von Treibhausgasemissionen, Anpassung an aktuelle und zukünftige Folgen des Klimawandels und den Umgang mit Restrisiken. Während die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bisher Klimaschutz in den Vordergrund stellte, gewinnt nun das Thema Anpassung an Bedeutung.

Bislang wurden keine systematischen Evaluierungen zum Anpassungsportfolios oder der Klimaresilienz des Gesamtportfolios der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vorgenommen.

Ziele

Ziel dieser Evaluierung ist es, die Relevanz, Effektivität, Effizienz, Wirkung und Nachhaltigkeit des deutschen Anpassungsportfolios und seiner Instrumente zu untersuchen sowie die Koordination, Komplementarität und Kohärenz von AkteurInnen, Planungs- und Umsetzungsprozessen zu bewerten. Ziel der Evaluierung ist:

- zur strategischen Weiterentwicklung des deutschen Portfolios beizutragen,

- Nachweise über die Effektivität, Wirkung und Nachhaltigkeit von Schlüsselinstrumenten und Modalitäten zu liefern und

- Potentiale für die Programmierung und Durchführung zu identifizieren.

Methodische Vorgehensweise

Zur Methodenintegration in komplexen Anpassungsevaluierungen werden innovative Methoden entwickelt. Methodische Ziele sind (a) die Evaluierbarkeit komplexer Anpassungsmaßnahmen zu verbessern, (b) einen systematischen Ansatz zu entwickeln, um mehrdimensionale, kausale und nicht-kausale Fragen in Anpassungsevaluierungen anzugehen und (c) einen Beitrag zur aktuellen Debatte zu leisten, wie Methoden systematisch in komplexe Anpassungsevaluierungen integriert werden können.

Die Methodenintegration ist ein Schwerpunkt des DEval.

Zeitplan

Die Evaluierung beginnt Anfang 2019 und endet im Jahr 2021.

Aktueller Status

Konzeptionsphase

Stand: März 2019